Alles Käse…
Montag, den 4. Februar 2008…ist eigentlich schade, daß ein so vielfältiges und schmackhaftes Grundnahrungsmittel umgangssprachlich als Platzhalter für Wertloses oder Unnützes verwendet wird. Der „Erfinder“ dieser Phrase hat sicherlich keine Begeisterung für dieses Milchprodukt entwickelt.
Dabei kann Käse ganz unterschiedlich schmecken und ist durch seinen hohen Gehalt an Calcium und Eiweiß, aber auch Vitamin A, B2, B12, Phosphor, Zink, Magnesium, Kalium und Kupfer ein wertvoller Lieferant lebensnotwendiger Nährstoffe, Minerastoffe und Spurenelementen.
Die Geschichte der Käseherstellung ist jahrtausende alt, sie begann vermutlich schon lange vor Christi Geburt mit der recht einfachen Herstellung von Sauermilchkäse, wobei man Milch in Gefäßen oder Tierblasen der Sonne aussetzte. Etwas später soll die Entdeckung des Labferments bei Aufbewahrung der Milch in Kälbermägen geschehen sein und so begann die Käserei in Mesopotamien, im Schwarzmeerraum, in Kleinasien, Nordafrika und in Ägypten.
In Greichenland und schließlich im Römischen Reich wurde die Herstellung verfeinert und schon gelangen die Rezepuren über die Alpen zu den Germanen.
Hier wurden in Klöstern viele verschiedene Käsesorten entwickelt und dank der Aufzichnungen weiß man, daß um 1200 nach Chr. Greyezer, Appenzeller, Gouda, Emmentaler, Edamer oder byrischer Handkäse entstanden.
Seit dem 19. Jahrhundert erleichtern wissenschaftliche Entdeckungen wie der Zusammenhang zwischen Reifung und Mikroorganismen oder die Pasteurisierung zur Haltbarmachung die Produktion von Käsesorten.
Es gibt weit über 5000 verschiedene Käsesorten, die je nach Herstellungsart in Sauermilch-, Lab- und Molkenkäse unterschieden werden.
Desweiteren kann man die Käsearten auch nach Herkunft der Milch einteilen. So wird Käse hauptsächlich aus Kuhmilch produziert, aber auch aus Schaf-, Ziegen- oder Büffelmich lassen sich wunderbare Käsesorten gerade für Allergiker herstellen.
Natürlich lassen sich Käsesorten auch nach Wassergehalt oder Fettgehalt einteilen.
Die Frischkäse wie Topfen, Hüttenkäse oder Ricotta haben den höchsten Wassergehalt (über 73%), gefolgt von den Weichkäsen wie Brie, Romadur, Münster, Feta oder Camembert (über 67%), den Sauermilchkäsen wie Harzer, Mainzer oder Handkäse (60-73%), den halbfesten Schnittkäsen wie Butterkäse (61-69%), den Schnittkäsen wie Edamer, Gouda, Tilsiter (54-63%) und den Hartkäsen wie Pecorino, Parmesan, Bergkäse, Emmentaler (bis 56%).
Passend zu dieser Einteilung werden Käsemesser hergestellt, die Aufgrund der Konsistenz unterschiedliche Eigenschaften haben.
Weichkäsemesser haben Klingen aus Kullen oder Löchern, damit der Käse nicht kleben bleibt. Hartkäsemesser sind sehr robust und haben eine glatte Schneide, um Stücke ausbrechen zu können. Mit Käsehobel kann man dünne Späne abziehen.